zur Gesamtschule

Sonderpädagogische Grundversorgung (RIK)


Seit Beginn des Schuljahres 2003/04 erhält die Leonardo da Vinci Grundschule im Rahmen des Regionalen Integrationskonzepts zusätzliche Förderstunden durch eine Lehrkraft der Pestalozzischule – Förderschule Lernen.
Durch präventive Maßnahmen soll mit Hilfe der Kompetenz der Förderlehrkraft, sowie durch Beratung der Fachkräfte über das Erziehungshilfekonzept Wolfsburg, bei erheblichen Lern- , Sprach- und Verhaltensproblemen einer Beschulung in der Förderschule vorgebeugt bzw. durch unterstützende Maßnahmen eine weitere Beschulung in der Primarstufe ermöglicht werden.
Gemeinsamer Unterricht und gemeinsame Erziehung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Förderbedarf ist Aufgabe aller an Schule Beteiligten. Voraussetzung zum Gelingen ist eine enge Zusammenarbeit von Grundschul- und Förderlehrkräften. In regelmäßigen Teamsitzungen bzw. Modulgesprächen werden Fördermaßnahmen für einzelne Kinder miteinander abgestimmt und Absprachen getroffen. Die Modullehrer tragen auch für zieldifferent beschulte Schüler die Verantwortung, der Förderlehrer ist zuständig für Diagnose und Beschreibung der nächsten Entwicklungsstufe. Im Idealfall kann er neben der Förderung Materialien für Deutsch und Mathematik zusammenstellen. Darüber hinaus ist eine kontinuierliche Information und ggf. Einbeziehung der Eltern von Bedeutung.

Organisation der Förderung im Rahmen des Regionalen Integrationskonzept durch die Förderschullehrkraft

Seit dem Schuljahr 2003/04 stehen der Primarstufe 16 Wochenstunden für die Förderung im Rahmen des RIK-Programms durch eine Förderschullehrerin zur Verfügung. Es werden v.a. die Bereiche Sprache/ Sprechen und Lernen in der präventiven Förderung abgedeckt, sowie die Unterstützung und Förderung bei SchülerInnen mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf.

a) Förderung mit dem Schwerpunkt der Prävention in den Klassen 1/ 2:
Klasse 1:
Die ersten vier bis sechs Wochen des Schuljahres dienen diagnostischen Zwecken. In der Eingangsbeobachtung und -diagnostik stehen der visuelle und auditive Wahrnehmungsbereich, Grob- und Feinmotorik, Sprache, pränumerischer Bereich, Arbeits- und Sozialverhalten im Mittelpunkt.
Derzeitig wird das Material „Mit der Hexe Mirola durch den Zauberwald“1 verwendet. Zur Ergebnissicherung stehen für die weitere Förderplanung differenzierte Auswertungsbögen zur Verfügung. Mit Hilfe von individuellen Förderplänen und Gesprächen mit den ModullehrerInnen wird nach der Beobachtungsphase mit der Förderung begonnen.
Ziel ist eine präventive Förderung, um grundlegende Lernvoraussetzungen zu schaffen. Dabei wird an die Stärken der SchülerInnen angeknüpft.
Je nach individuellem Förderbedarf des Kindes erfolgt die Förderung primär im Klassenverband und bei Bedarf in der Einzelförderung oder in der Kleingruppe.
Der erste Jahrgang erhält Unterstützung und Förderung im Bereich des Anfangsunterrichts Deutsch und Mathematik, in den Wahrnehmungsbereichen und Sprachförderung.

Klasse 2:
Im zweiten Jahrgang steht die Prävention weiterhin im Vordergrund. Die Förderung bezieht sich v.a. auf die Bereiche „Deutsch“, „Mathematik“ (Schwerpunkte sind z.B. Festigung des Zehnerübergangs, Orientierung im Zahlenraum bis 100; Leseförderung), Sprachförderung und – wenn notwendig – Unterstützung im sozial-emotionalen Bereich.

Zwischen der Förderlehrkraft und den ModullehrerInnen werden regelmäßig Gespräche über Arbeitsformen, -ergebnisse und weitere Fördermöglichkeiten geführt.

b) Förderung mit dem Schwerpunkt der Intervention in den Klassen 3/4:
Die Aufarbeitung von Lernrückständen, sowie die Wiederholung von Grundlagen der ersten Jahre sind Schwerpunkt der Förderung in Klasse 3/4. Für den sozial-emotionalen Bereich werden bei Bedarf die Beratungskräfte der Lotte-Lemke-Schule hinzugezogen. Darüber hinaus werden von den Modullehrkräften und der Förderschullehrerin ebenfalls gemeinsam Förderpläne entwickelt, die in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst werden.

Integration/ Inklusion

Wird bei einem Kind ein sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich Lernen festgestellt und die inklusive Beschulung von den Eltern gewünscht, erfolgt durch eine Verzahnung von Einzelförderung und Gemeinsamen Unterricht eine zieldifferente Beschulung. Diese erfolgt nach den Kerncurricula Deutsch/ Mathematik der Förderschule Lernen mit individuellem Arbeitsmaterial und gezielten Hilfen, die in den Klassenunterricht hineinwirken.
In regelmäßigen Teamgesprächen werden die Lern- und Entwicklungsstände überprüft, die Förderpläne fortgeschrieben sowie Materialien angepasst.
Unterrichtsinhalte und –materialien nach den Kerncurricula der Grundschule werden je nach Lern-Leistungsvermögen des jeweiligen Schülers in die Förderung einbezogen.